Fast hätte ich den Laden schliessen müssen

16. Juni 2020

Samuel O.K., Besitzer eines Schneiderladens mit Lehrlingen aus Sapeiman in Ghana hoffte und betete, dass die Corona Pandemie schnell vorbeigehen würde. Doch als der Lockdown anhielt, war er knapp davor den Laden schliessen zu müssen. Die Aufträge aus öffentlichen Zusammenkünften wie Hochzeiten, Beerdigungen und anderen Gemeinschaftsanlässen blieben wegen „social distancing“aus. Dann trafen die Unterstützungsgelder von Opportunity ein und der erwartete Konkurs konnte verhindert werden. „Ich möchte allen Spendern ein riesiges Dankeschön aussprechen. Mit der Unterstützung konnte mein Geschäft gerettet werden.“  Samuel baut sein eigenes Schneidergeschäft seit 2009 kontinuierlich auf.  Vier seiner Auszubildenden sind Yapies aus dem Berufsausbildungsprogramm für Jugendliche. Wenn er den Laden hätte schliessen müssen, hätten die jungen Auszubildenden ihre Lehre abbrechen müssen. Ausgestattet mit Masken und Desinfektionsmitteln, kann die 3 – jährige Berufsausbildung jetzt weitergehen. Eine Berufsausbildung mit dem YAP – Programm ist eine besondere Chance für junge Frauen und Männer, die nicht jeder erhält.

Cynthia K. ist eine der Glücklichen, die die Chance für eine Berufsausbildung mit dem YAP – Programm nutzen konnte. Bevor sie zu YAP kam, wohnte die 24-jährige Viertgeborene von acht Kindern bei ihrer Schwester und versuchte die Haushaltskosten mit dem Verkauf von gekochten Eiern, die sie auf ihrem Kopf herumtrug einzubringen. Gerne hätte sie ein Ausbildung gemacht, doch dafür reichte das Geld nicht. Als in ihrer Kirche das YAP – Berufausbildungsprogramm bekannt gemacht wurde, bewarb sie sich mit grossen Hoffnungen, einen Beruf erlernen zu können. Dass sie sogar den Beruf der Schneiderin lernen kann, ist ein besonderes Glück, da sie davon träumt Modedesignerin zu werden. Die Ausbildung zur Schneiderin macht ihr grossen Spass, auch wenn es manchmal hart ist, da sie keinerlei Unterstützung von ihrer Familie erhält. Bei ihrer Schwester kann sie nicht mehr wohnen, so dass sie jetzt vollkommen auf sich allein gestellt ist. Am Wochenende verkauft sie weiter gekochte Eier, um irgendwie zu überleben. Mit dem Lockdown wurde auch diese kleine Einnahmequelle blockiert. Oftmals hatte sie überhaupt kein Geld, um sich etwas zu Essen oder Wasser zu kaufen. Cynthia erhielt die dringend notwendige Überbrückungshilfe von 2 Mahlzeiten am Tag. „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand so etwas für uns tut. Gott segne die Spender und beschütze sie.“