Millicent freut sich auf eine gute Ernte

5. November 2018

Millicent, eine 27 jährige junge Mutter von zwei Kindern kennt sich aus im Reisanbau. Gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftet sie ein Reisfeld und etwas Mais. Trotz harter Arbeit waren die Ernten bisher sehr dürftig. Es fehlt an Fachwissen, gutem Saatgut und Dünger. Ausserdem steigen die Preise von Saatgut und Dünger ständig an, was eine gewinnbringende Landwirtschaft unmöglich macht. Im Rahmen des Reisbäuerinnenprojekts in Giah, in der armen Upper West Region von Ghana, bekommt Millicent Unterstützung in Form von gutem Saatgut, Schulungen und dem fachgerechten Einsatz von Dünger. Teil des Projekts ist die Dienstleistung eines regionalen Farmers, der für alle Frauen die Felder mit seinen starken Maschinen vorbereitet und die Ernte einholt. Normalerweise braucht Millicent mindestens 3-5 Tage um die Ernte ihrer Reisfelder einzuholen. Dieses Jahr wird ihr Feld in 3-5 Stunden geerntet und der Reis gedrescht sein.

Da die Ernte wesentlich höher ausfällt als normalerweise, freut sich Millicent auf die Mehreinnahmen. Dringend muss das Dach des Lehmhauses der kleinen Familie repariert werden. Der starke Regen hat das Dach und Teile der Hauswände so zerstört, dass ein Wohnen darin unmöglich geworden ist. Seitdem lebt sie mit ihrer Familie bei ihrer Schwiegermutter. Ausserdem möchte sie ihre Kinder zur Schule schicken und Geld sparen, um ihnen eine gute Ausbildung in Zukunft zu ermöglichen.

Millicent ist eine fröhliche junge Frau, die durch das Reisprojekt neue Hoffnung gewonnen hat. Sie sprudelt vor Ideen, das war nicht immer so. Ihr Reisfeld ist satt und grün, eine Visitenkarte für einen guten Farmer, wie Alfred, der zuständige Fachmann für Landwirtschaft unserer Partners Sinapi kommentiert. Regelmässig besucht Alfred die Reisbäuerinnen und schult sie über betriebswirtschaftliche Grundlagen, die Notwendigkeit des Sparens, Gesundheitsprophylaxe und Hygiene.

Besonders ermutigend findet Millicent die wöchentlichen Gruppentreffen der Reisfarmerinnen. Jeweils nach dem Gottesdienst trifft sie die ca. 15 Mitglieder ihrer Gruppe um auszutauschen und sich gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen.