Es gibt viele Beispiele von Frauen, die es geschafft haben

10. April 2018

Meine Mutter war selbst eine Kleinhändlerin und eine sehr arme Frau. Viele Familien die im Department Centre in Haiti leben, haben kein Einkommen, häufig keine einzige Mahlzeit am Tag, sie leben in Hütten ohne Schutz gegen Unwetter und ihre Kinder gehen unregelmässig zur Schule. Es fehlt an sauberem Trinkwasser und an sanitären Einrichtungen. Die Familien leiden oft an den verschiedentlichsten Krankheiten.

Diese extrem armen Familien sind die Zielgruppe unseres CLM-Programmes („ultrapoor“) in der Region Hinche, in der Nähe der Grenze zur Dominikanischen Republik. Jean-Louis ist „Persönlicher Betreuer“ und besucht die meist alleinerziehenden Mütter während 18 Monaten. Oft ist er stundenlang mit dem Motorrad unterwegs. Er schult und begleitet die Frauen, damit sie sich eine Lebensgrundlage aufbauen können. Mit Nutzvieh zur Aufzucht, wie Ziegen, Schweine und Geflügel. Oder dem Aufbau eines kleinen Handelsgewerbes oder eines Gemüseanbaus. Die Trainings werden regelmässig wiederholt und das Erlernte aufgefrischt und vertieft.

Ich arbeite intensiv mit den Frauen. Zu Beginn sage ich ihnen: „Es gibt bereits so viele Beispiele von Frauen, die es geschafft haben. Du kannst das auch. Dein Leben hat eine Zukunft“. 

Nach Abschluss des Projektes sind die allermeisten Frauen in der Lage, den Lebensunterhalt für ihre Familien selbst zu erwirtschaften. Dank ihrer Gesundheitskarte haben sie kostenlos Zugang zu medizinischer Grundversorgung. Sie leben in sicheren Holzhütten, verfügen über eine Toilette und sauberes Trinkwasser. Und Ihre Kinder gehen regelmässig zur Schule.